Hintergrund einer unmöglichen
ZuschreibungDie 'schöne Seele' der Künstlichen Intelligenz.
Iphigenie auf
Tauris:
„Denn ach!
mich trennt das Meer von den Geliebten,
Und an dem Ufer
steh ich lange Tage,
Das Land der
Griechen mit der Seele suchend“.
Ist es möglich, dass eine
Künstliche Intelligenz eine Seele hat? Es geht mir in Folgendem
nicht darum, diese Frage mit ja oder nein zu beantworten, sondern
verständlich zu machen, was für eine seltsame aber dabei
keineswegs unsinnige Frage das ist. Man kommt auf interessante
Perspektiven dabei. Und zwar nicht nur über Maschinen, sondern
gerade auch über die Menschen, die sie entwickeln.
... mehr
Meinungsfreiheit und Klarnamenspflicht
Die Frage was der Mensch ist, ist eine
sehr alte Frage der Philosophie. Ich frage mich, ob folgendes nicht
eine gute Antwort wäre:
Der Mensch ist
das Wesen, das man nach seinem Namen fragen kann.
In allen mir bekannten Kulturen
erhalten Menschen individuelle Namen. Das heißt nicht, dass
jeder Mensch einen Namen hat, denn der individuelle Namen kann
Menschen von anderen verweigert werden, so wie er den Insassen von
KZs verweigert wurde oder in anderer Form staatenlosen Menschen ohne
Papiere. Es würde dennoch Sinn machen, sie nach ihren Namen zu
fragen, auch wenn ihre Antwort wäre, dass si ...
... mehr
Wo ist der Zufall geblieben?Think about ..
Bei unserem Beispiel, der
Handschrifterkennung könnte die Inputschicht auch mehr oder
weniger als 784 Messpunkte haben und die Outputschicht mehr oder
weniger als genau 10? Etwa dann, wenn die zugrundeliegenden Bilder
ein anderes Format hätten. Bei einem Format von 100 * 100 Pixeln
hätte man eben 10.000 Messpunkte. Es gibt eine Vielzahl von
Modulationsmöglichkeiten. Man hätte einen entsprechend
höheren ökonomischen Aufwand, ohne ein reic ...
... mehr
Monika Seibel – ein bewegender KunstpunktZyklen des Vergänglichen
Am 14. und 15.09.2019 finden wieder die Düsseldorfer Kunstpunkte statt. Die Fotokünstlerin Monika Seibel öffnet gerne für Sie einen Blick in ihre neuesten Arbeiten. Wer das Werk kennt, weiß, wie wichtig ihr neben vielen anderen das klassische Kunstthema der „Vanitas“, Vergänglic ...
... mehr
Philosophische GrundlagenWas uns bewegt...
Es
gibt ein Bild von Klee, das Angelus Novus heißt. Ein Engel ist
darauf dargestellt, der aussieht, als wäre er im Begriff, sich
von etwas zu entfernen, worauf er starrt. Seine Augen sind
aufgerissen, sein Mund steht offen und seine Flügel sind
ausgespannt. Der Engel der Geschichte muss so aussehen. Er hat das
Antlitz der Vergangenheit zugewendet. Wo eine Kette von Begebenheiten
vor uns erscheint, da sieht er eine einzige Katas ...
... mehr
Unterwegs zum vollkommenen StaatUnder my thumb
„Alles fließt“ einem in den Händen davon.
Dies mag bis heute als eine der Urängste gelten, vielleicht die
wesentlichste aller Ängste, mehr noch, als die Angst vor dem
Tode. Aber wir haben uns bislang nicht auf die Seite derer begeben,
die das Werden und Vergehen aus einer psychologischen Sicht heraus
verstehen wollten. Die psychologische Sichtweise hat ihren
Ursprung in der Philosophie des Aristoteles, genauer in seiner
Schrift: De Anima. Hier ist die fundamentale Bestimmung der
Psychologie des Menschen als ein Strukturzusammenhang bes ...
... mehr
Henri Berners: Love Missile Golgatha
Die trinitarische Bombe (INRI)
Ein nasskalter Novemberabend, kurz nach
Martin. Gegen acht verließ ich meine Wohnung, war nach wenigen
Schritten vor dem „Kreuzherreneck“, wo Tomy auf mich
wartete. Er hatte mir ein Fax gesendet, „DUS“. Tomy
besuchte stets am Abend das „Kreuzherreneck“, wenn er in
Düsseldorf war. Weil ihn dort niemand kannte, w ...
... mehr
Ästhetik:
Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats ...Peter Weiss
a la Peter Brook
Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats
dargestellt durch die Schauspielgruppe des Hospizes zu Charenton
unter Anleitung des Herrn de Sade
Verfilmung des Theaterstücks von Peter Weiss in der Regie von Peter Brook bei United Art ...
... mehr
Anläßlich der Lektüre NietzschesSchaden und Schmerz
(Ausschnitte aus Gruppendiskussionen vor dem Hintergrund einer neuerlichen Lektüre von Nietzsches »zur Genealogie der Moral«)
Ich
möchte auch diesmal meinem Protokoll der letzten Sitzung die
Form eines Kommentars geben. Diesmal vor allem zur recht
rätselhaften Äquivalenz von Schaden und Schmerz und zum
Begriff des Tausches natürlich
mit Blick auf Nietzsche, aber vor allem auch auf Marx.
Die Äquivalenz
von Schaden und Schmerz
Wert ist eine (Un-)Gleichung. (Das ist so ziemlich das Schlimmste, was einem klassischen Logiker passieren kann. Aber es ist zugleich vollkommen alltäglich.)
Kein Tausch tauscht Gleiches, sondern Glei ...
... mehr