Erkenntnistheorie und der Antagonismus der ZeitZufall und Notwendigkeit
Das Begriffspaar Zufall und Notwendigkeit markiert ein fundamentales,
erkenntnistheoretisches Dilemma in der Philosophie, angefangen mit
den verschiedenen Lesarten von Platons Timaios und gewiss auch
innerhalb der platonischen Ontologie, so man von solch einer reden
möchte, selbst. Sei’s drum, ob der Timaios der mittleren
oder späten Schaffensphase Platons zugeordnet werden darf, das
Problem war irgendwann unvermeidbar, ist es dem Denken seither doch
im ...
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Wissen: Gemeingut oder Privateigentum? Wissen – Vom Privateigentum zum Monopol, Markt vs. Allmende (nicht lektorierter Rohentwurf)Kultur gegen Markt
beschäftigen uns, zur Zeit noch rein theoretisch die
Voraussetzungen klärend, mit der Frage, ob es denkbar ist, wie
die Ökonomik gerne bestätigt wissen würde, dass die
Reproduktions- und Entwicklungsprozesse einer Gesellschaft
durchgängig als Marktwirtschaft funktionieren können? Oder,
ob eine Gesellschaft ab einem bestimmten Zeitpunkt in ihrer
Geschichte alle Formen der gesellschaftlichen Praxis, alle
Beziehungen, die sie innerhalb und außerhalb ihrer nationalen
Grenzen unterhält in solche Beziehungen zwischen Ma ...
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Wandel der Wertschöpfung, Wachstum in Unordnung, Perpetuum immobile (nicht lektorierter Rohentwurf)Reich durch Verlust
Besonders
börsennotierte Großunternehmen schaffen es immer wieder,
hohe Renditen auszuschütten, obwohl sie negative Gewinne
bilanzieren. Schaut man auf die Passivseite der Bilanz, dann befinden
sich dort die Summen aller von Kapitalgebern dem Unternehmen zur
Verfügung gestellten finanziellen Mitteln. Diese imponierenden
Vermögensgüter sind also keine von den Eigentümern
einer Unternehmung zu dessen Finanzierung aufgebrachten oder als
wirtschaftlicher Gewinn im Unternehmen belassenen Verm&ou ...
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Politische und ökonomische Krise, Aufstand gegen den Erfolg Ende des Laissez-faire? (nicht lektorierter Rohentwurf)Transformation versus Krise
Bevor wir in dem Gedanken der Transformation der
Marktwirtschaft weiter gehen, soll eine kurze Besinnung auf den
Zusammenhang zwischen Transformation und Krise helfen. Wenn wir von
einer Krise der Marktwirtschaft sprechen, ist nicht nur der Begriff
Krise generell zu klären, sondern, insofern wir behaupten, dass
diese Krise, so sie stattfindet, menschengemacht ist, auch die Frage
zu beantworten, wer maßgeblich die Krise zu verantworten hat.
Wer löst eine Krise aus? ist die Frage, die sich stellt, wenn
mehrere Personen beteiligt sind. Nun wissen wir, dass e ...
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Mit Krisen auf Wanderschaft, Krisen im Umkehrschluss, Fragmentierung der Krisen (nicht lektorierter Rohentwurf)Krisenmarktwirtschaft
Die neue politische Ökonomie ist schwer in
jedem Fall zu identifizieren. Ihr Kennzeichen deshalb ist
Unkenntlichkeit. Unkenntlichkeit insofern, als man auf ihre
Entscheidungen und Einflüsse auf die Wirtschaftsprozesse meist
nur induktiv schließen kann; jedenfalls die von Bedeutung. So
sind die Notenbankprogramme öffentlich der autonomen
Entscheidungen ihrer Gremien zur Zins- und damit zur
Inflationssteuerung zu verdanken. Aber jeder „weiß“,
also ahnt mittlerweile, dass die Einflüsse der ...
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Einfall der Hybris, der Weg der Hybris, Hybris des Social-Scoring (nicht lektorierter Rohentwurf)Geld und Macht
Schauen wir auf die nächsten Jahre, so sehen
wir wie in einem Brennglas die Beziehung zwischen Geld und Macht, die
wir als eine Säule der politischen Ökonomie beschrieben
haben. Und die bereits seit dem ausgehenden Mittelalter Zug um Zug
dicker und stabiler geworden ist (vgl. Erbe der Fugger). Auf dieser
Säule des Vertrauensverlustes
stehen heute weite Teile der Bankenwirtschaft wie der
Staatenfinanzierung mit erheblichen politischen Folgen eines
Vertrauensverlustes in die demokatischen Verhältnis ...
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Der Deal: Freiheit aufgeben für GlückDas Streben nach Glück – Freiheit, die sich selbst auflöst
Die zentralen Versprechen der
Plattform-Ökonomie
lauten Komfort und Effizienz. Das
ist nichts anderes als die aktuelle Version dess ...
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FreiheitsbegriffeDer Mensch als Eigenschaft der Freiheit
Wenn
es jemanden gab, den es nicht interessierte, wovon sich jemand
befreien will, der sich für frei erklärt, dann Heidegger.
Genauso wenig interessierte sich Heidegger dafür, w ...
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Gestalten vs. Entscheiden
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Kein tendenzieller Fall der Profitrate
Dass menschliche Arbeit
die einzige Quelle der Wertbildung ist, ist eine Vorstellung des 19.
Jahrhunderts, die ihr Unwesen aber auch noch in der modernen
Makroökonomie treibt.
Die ...
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Henri Berners: CHARLIE HEBDO als mediale InszenierungGame Over!
Januar
2015: die
Programmverantwortlichen von TF 1 saßen spätabends
zusammen, kaum Appetit auf Canapées und Salate, nur dem
Rotwein, Domaine
St. Jacques d'Albas 2010 und Medoc bru Bourgeois, wurde k ...
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Anläßlich der Lektüre NietzschesSchaden und Schmerz
(Ausschnitte aus Gruppendiskussionen vor dem Hintergrund einer neuerlichen Lektüre von Nietzsches »zur Genealogie der Moral«)
Ich
möchte auch diesmal meinem Protokoll der letzten Sitzung die
Form eines Kommentars geben. Diesmal vor allem zur recht
rätselhaften Äquivalenz von Schaden und Schmerz und zum
Begriff des Tausches natürlich
mit Blick auf Nietzsche, aber vor allem auch auf Marx.
Die Äquivalenz
von Schaden und Schmerz
Wert ist eine (Un-)Gleichung. (Das ist so ziemlich das Schlimmste, was einem klassischen Logiker passieren kann. Aber es ist zugleich vollkommen alltäglich.)
Kein Tausch tauscht Gleiches, sondern Glei ...
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Zur Begründung der Ethik bei Emmanuel Lévinas
Emmanuel Lévinas:
„Der Krieg macht die Moral lächerlich.“
(Ausschnitte aus Gruppendiskussionen zur Ethik am Rande einer Lektüre von Emmanuel
Lévinas, »Totalität und Unendlichkeit, Versuch
über die Exteriorität«, Freiburg/München 1993
2002 (Original: »Totalité et Infini: essai sur
l'extériorité«, 1961))
Nochmals zum
Einstimmen die Textpassage „Das Selbe und das Andere“,
aus Emmanuel Lévinas Buch 'Totalität und Unendlichkeit':
»„Das wahre Leben ist abwesend.“ Aber wir sind auf
der Welt. In diesem Alibi erhebt und hält sich die Metaphysik.«
Vielleich ...
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Universalpoesie116. Athenäums-Fragment
Die romantische Poesie ist eine
progressive Universalpoesie. Ihre Bestimmung ist nicht bloß,
alle getrennte Gattungen der Poesie wieder zu vereinigen, und die
Poesie mit der Philosophie und Rhetorik in Berührung zu setzen.
Sie will, und soll auch Poesie und Prosa, Genialität ...
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Penderecki - Steve ReichMusik - zum Genießen
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John von Neumann über den empirischen Charakter der MathematikDer Mathematiker
Die
Erörterung des Wesens intellektueller Arbeit ist in jedem Gebiet
eine schwierige Aufgabe, selbst in solchen Bereichen, die nicht so
weit vom Hauptfeld der gewöhnlichen intellektuellen Tätigkeit
des Menschen entfernt sind, wie es die Mathematik immer noch ist. Es
ist per se schwierig, das Wesen irgendeiner geistigen Leistung zu
erörtern - auf jeden Fall schwieriger als diese besondere
intellektuelle Leistung bloß zu vollbringen. Es is ...
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